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Eine Woche für die Katz (7)

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Die Nacht bei Dotscha Außerdem hatte ich Hunger. Und es wurde dunkel. Die Nachrichten an der Kleidung des Zweibeiners berichteten meiner edlen Nase von lecker Nass- und Trockenfutter, einem gepflegten Katzenklo und weichen Bettdecken. Und von einer umgänglichen, ja einsamen Mit-Katze in einer Wohnung im Erdgeschoss. Ein edler Kompromiss zwischen Plattenbau und „schnellmalrrrrrrau“ - dachte ich. Sehr edel. Die Zweibeiner riefen ihre Katze Dotscha. Ich habe mich umgehört. Das ist russisch und bedeutet Tochter. Sie ist ein Einzelkind – aber schon ein ziemlich altes. Kaum Bock auf Spielen, zum Schnurren reicht es aber. Und bereit zu teilen. ALLES. Als ich mit Dotscha ein wenig schmuste, entdeckten mich die Zweibeiner in ihrer Wohnung. Mit Dotscha hatte ich schon alles besprochen und meine ausgesprochen guten Manieren – zum Beispiel bei der Benutzung des Katzenklos – überzeugten die edlen Zweibeiner, mich über Nacht zu beherbergen. Sehr edel – wie gesagt. Absolut katzengerecht.

Eine Woche für die Katz (6)

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Die Nacht bei Dotscha  Außerdem hatte ich Hunger. Und es wurde kühl und dunkel. Die überaus edlen Nachrichten an der Kleidung des Zweibeiners berichteten meiner edlen Nase von lecker Nass- und Trockenfutter, einem gepflegten Katzenklo und weichen Bettdecken. Und von einer umgänglichen, freundlichen, altersweisen und ein wenig einsamen Mit-Katze in einer Erdgeschoss-Wohnung im. Ein mehr als edler Kompromiss zwischen Plattenbau und „schnell-mal-mmmmrrrrrrau“ - dachte ich. Sehr edel. Ich also hinterher. Und zack - war ich drin. Die Zweibeiner riefen ihre Katze "Dotscha". Ich habe mich umgehört. Das ist russisch und bedeutet "Tochter". Sie ist ein Einzelkind – aber eben ein ein schon ziemlich altes. Die zweibeinigen Kinder der großen Zweibeiner sollen ja noch älter sein, wenn ich Dotscha glauben darf. Als sie alle noch jünger waren - und kleiner - und mit in der edlen Wohnung wohnten, hat Dotscha mit ihnen gespielt und ihnen viel beigebracht, was man so fürs Leben bra…

Eine Woche für die Katz (5)

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Auf der Suche nach dem Schild  Wo war ich stehen geblieben? Ach ja – beim Schild am Ende des Paradieses, das ich suchen musste. Am Montag habe ich es dann in Angriff genommen. Man muss ja ausgeruht sein für solche Unternehmungen.

Montagmorgen also. Sonne scheint. Mrrrrraaaauuuu – Zweibeiner - zack zur Haustüre - ich nix wie raus – und zur Katzentreppe gleich wieder rein in die Küche, dem Zweibeiner glaubhaft versichern, dass ich ohne Probleme von draußen wieder reinkomme – wenn mir danach ist.

Ich bin em-katzi-piert. Oder wie das heisst. Sooo groß kann die Welt ja nun nicht sein, dass ich mich verlaufe. Jedenfalls nicht der Teil, der das Paradies ist. Paradiese waren bisher immer gut überschaubar. Gerade bei Kerstin – mit ihren zwei Zimmern im vierten Stock.

Ich - Lachenweg runter, teils schön verwilderte Gärten – angenehm zu durchqueren – ein großer Platz mit Jung-Zweibeinern hinter jenem Haus, wo sie tagsüber eingesperrt gehalten werden (aber sie dürfen wohl auch manchmal kurz r…

Eine Woche für die Katz (4)

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Auf dem Lachenweg ...   Mein neues Stammpersonal ist da gaaaaanz anders. Wir waren schon zusammen draußen, ich habe eine Katzentreppe direkt vom Garten ans Küchenfenster und wie man munkelt, soll im Kellerfenster auch noch eine „Katzenklapper“ - oder so ähnlich - eingebaut werden. Ich weiss aber noch nicht genau, was das ist. Etwas zum Klappern - vermute ich mal. Ich habe ja schon ziemlich viel Spielzeug.

Ein Mittagsschläfchen im Holzschuppen habe ich auch schon genommen. Ein Paradies in dem ich lebe … Und nichts kann mich hindern, das ganze Paradies zu erforschen. Bis ich an eine Grenze stoße, die mir sagt: „Hier ist das Ende des Paradieses“. So etwas sollte doch möglich sein!

Bis morgen

Mrrrraauuuu ...

Eine Woche für die Katz (3)

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Kein Vergleich mit vorher  Fressen und Schlafen klappt ja bei meinem Stammpersonal – aber katzenkindgerechtes Spiel hat sich noch nicht so richtig herumgesprochen. Da hätte ich auch bei meiner früheren zweibeinigen Katzenmama und ihrem Katzenmamakind – in der 4. Etage, Plattenbau – bleiben können. Da war immer Action. Jedenfalls, wenn das Schulkind heim kam. Knuddeln und Toben - voll kätzisch - äh - herrlich (damit ihr es auch versteht).

Nur auf mein „rrrrrau, rrrrau, mau“ wurde überhaupt nicht eingegangen. Spreche ich wirklich so undeutlich? Dabei wusste ich genau, dass hinter der Wohnungstür die große weite Welt beginnen würde. Und zum Fressnapf zurück wäre ich – bei guter Laune – auch gekommen. Oder woanders hin. Woanders hin kann man immer – ist man erst einmal draußen. „Rrrrrau!!!“ Gaaanz schlechte Ohren haben diese Zweibeiner manchmal.

Ich durfte damals in der Waschmaschine schlafen, unter der Couch, auf der Bettdecke – alles kein Problem. Jagen über Tische und Bänke - alles erl…

Eine Woche für die Katz (2)

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Wie es begann Es begann am vorigen Sonntag. Mir war sterbenslangweilig. Statt mit mir zu kuscheln oder zu spielen - wie es sich gehört – saß mein Zweibeiner an der Tastatur, mit der ich schon so manche lustigen Zeichenkette auf den Bildschirm gezaubert hatte und meinte, mich als Tastendrücker übertreffen zu können. Der Depp! Als Zweihänder auf über 50 Tasten ... Wie soll das gehen? Schon mit vier Pfoten muss ich mehrmals darüber fegen, um auch nur die geringste Wirkung zu erzielen. ...

Sinnloses Unterfangen! Ich bin der Boss. Und nur, weil ich an Mäusen ein gewisses - nun ja, sagen wir – Interesse haben soll, bekam ich dieses komische Ding mit dem endlos langen Schwanz auf den Buckel gesetzt – eine Maus? Dass ich nicht lache! Voll langweilig.

Ich muss mich jetzt erst einmal ausruhen. Fortsetzung folgt.

Mrrrraaauuu ...