CNN - Coswiger Nichtamtliche Nachrichten - für Leute, die des Lesens kundig sind.
Montag, 23. November 2015
Freitag, 20. Juni 2014
Mach´s gut, alter Freund
Was gibt´s denn Neues von Ecki Franz?
von Torsten Oelsner
Lieber Eckehard,
Als ich am späten Donnerstagabend die Nachricht von Reinhard Heinrich bekam, dass Du gestorben bist, war ich zunächst mal nur überrascht, die Trauer kam später. Was? Der Eckehard? Gestorben? Wie kann das sein? Du warst von uns beiden immer der sportlichere, obwohl Du mir vierzig Jahre voraus hast. Hattest, muss ich jetzt schreiben, obwohl das schwerfällt. Was warst Du immer unterwegs: Wandern in Österreich, in der Sächsischen Schweiz. Mit dem Fahrrad und dann noch der Garten. Gelesen hast Du jede Menge, warst vernetzt mit Gott und der Welt. Hattest ständig Termine und Pläne.
Jetzt rufst Du ihn gleich mal an
Erst neulich habe ich Dir noch gratuliert am Tag nach der Kommunalwahl. Ich gebe zu, ich habe geschmunzelt als ich die Einzelwahlergebnisse sah. Ein 83-Jähriger, die Hoffnung seiner Partei und gleichzeitig beliebtester Coswiger. Solche Schlagzeilen gingen mir durch den Kopf. Jetzt rufst Du ihn gleich mal an, entschied ich. Ich bin froh, das getan zu haben. Du warst mit Abstand der Gewinner dieser Wahl. "Ecki for President" hatte ich daraufhin spontan bei Facebook geschrieben und eine kleine Wahlanalyse dazugestellt. Eckehard, verzeih mir, aber Deine Fraktion sieht jetzt ohne Dich ziemlich alt aus. Und im Stadtrat wird ganz eindeutig eine markante Stimme fehlen.
"Schaff Dich"
Wir beiden kannten uns nun seit über zehn Jahren. Auf Deine Anrufe und Kommentare konnte ich immer zählen, auch wenn sie oft zur unpassenden Zeit kamen. Das Rathaus war ja auch nicht vor Deinen Besuchen sicher, wie mir aus verschiedenen Quellen berichtet wurde. Auch wenn Dir manches nicht passte, was ich so schrieb, besonders, wenn es um "die Partei" ging, bliebst Du immer fair. "Schaff Dich", waren stets Deine Worte zum Abschied, wenn Du mir mal wieder einen Tipp gegeben hattest, in welcher Sache sich ein Nachhaken lohnen würde. Trotz Deines Alters warst Du nie dogmatisch und geistig reger als so mancher, der um Jahrzehnte jünger ist. Du hast nie ideologisch diskutiert, sondern immer mit Argumenten. Und man konnte sich herrlich streiten mit Dir. Wenn ich an der DDR mal wieder kein gutes Haar ließ, gabst Du Paroli. Über Stasi, Grenze und alte Rote Socken waren wir uns einig. Aber über alles andere haben wir leidenschaftlich diskutiert. Du hattest eben eine andere Erfahrung mit dem Land und seiner führenden Partei, das Dich geprägt hat.Nicht diskutiert, sondern zur Schaufel gegriffen
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| "Bau auf ..."/Fotos: privat |
Dein Weg führte Dich über den „richtigen“ Landwirt an die LPG-Hochschule Meißen, die Kreislandwirtschaftsschule Dresden bis zum habilitierten Doktor an der TU Dresden. Den „Doktor“ hast Du nie raushängen lassen, so wie andere, die so tun, als wären Sie mit dem Titel auf die Welt gekommen. Wenn angepackt werden musste, hast Du nicht diskutiert, sondern zur Schaufel gegriffen. Wie damals in Espenhain, als in der Kohle wieder mal Not am Mann war und die Studenten ran mussten. An Deiner Partei, in die Du wegen Deines Gerechtigkeitssinnes eingetreten bist, bist Du in all den Jahren fast verzweifelt. Drei Parteiverfahren säumten Deinen Weg. Das muss man auch erstmal schaffen. Nur wer die Zeit als Insasse der DDR erlebt hat, kann nachfühlen wie so ein Parteiverfahren war. Da ging es ans Eingemachte. Und Freunde hatte man plötzlich auch nicht mehr viele. Vor einer solchen Verhandlung hast Du extra eine Faustan genommen, damit Du Dich nicht so aufregst, hast Du mir mal erzählt und wir haben herzlich gelacht. Hätte es mehr von Deiner Sorte in dieser Partei gegeben, wäre es vielleicht etwas geworden mit dem demokratischen Sozialismus. Aber den Ton gaben andere an und wohin das führte, war 1989 zu besichtigen, als die Wahrheit sich nicht mehr länger hinter Parolen und Bannern verstecken ließ. Aus der SED bist Du dann 1989 ausgetreten.
Doch während andere nach der Wende ihr Fähnlein flugs nach dem Wind hängten, bliebst Du der Nachfolgepartei treu. Wenn auch jetzt als Parteiloser. Dem Coswiger Stadtrat gehörtest Du ohne Pause bis heute an. Zuletzt als Fraktionsvorsitzender. „Wir entscheiden, was das Beste für die Stadt ist, da spielt die Partei sowieso keine Rolle“, waren Deine Worte. Und der Slogan "Pro Coswig" war bei Dir keine hohle Phrase.
Es ging um Parkplätze
Unvergessen und auf ewig mit Deinem Namen verbunden bleiben wird jedoch der Streit mit der Wohnungsgenossenschaft. Deiner Genossenschaft, für die Du in den Siebzigern Hunderte Stunden geschippt und gebuddelt hat, nur damit Ihr eine Wohnung bekommt. Du, Deine Frau und die beiden Kinder.
Der Anlass für den Streit war wie immer banal. Ich muss schon überlegen wie es war. Es ging um Parkplätze, die umgestaltet werden sollten. Und die Arbeiten wurden begonnen, obwohl der Stadtrat noch kein grünes Licht gegeben hatte. Diese willkürliche Arroganz konntest Du nicht durchgehen lassen. Auch nicht Deiner Genossenschaft. Dass die dann sogar mit Rauschmiss aus der Wohnung kontert, hätte niemand gedacht. Aber da gab es schon kein Zurück mehr. Und Du hättest auch keinen Rückzieher gemacht , wenn Du es gewusst hättest, wie ich Dich kenne. Das Ringen, der abgedroschene Vergleich vom David gegen Goliath sei hier verziehen, nahm seinen Lauf. Und mal ehrlich. Ein bisschen Spaß hat es doch auch gemacht, oder? Was haben wir oft gelacht. Und, ich will es ehrlich bekennen, Du hast mir manche Spalte in der Zeitung beschert, die sich wie von selbst füllte. Und das wurde gelesen, wie mir von vielen Seiten bestätigt wurde. Selbst beim Feierabendbier an der Elbe wurde oft gefragt: Was gibt´s denn Neues von Ecki Franz? Es gab meistens was.
Der Ritterschlag war schließlich die Einladung in Dein Refugium an der Elbe in Meißen. Es blieb nicht bei dem einen Mal. Einmal ließt Du mich nicht ohne drei Kisten Äpfel wieder weg. Oder hin und wieder das Bierchen nach dem Stadtrat, wenn wir nach der Sitzung noch ein bißchen in der Börse klönten. Das wird nun nie wieder so sein.
Der Ritterschlag war schließlich die Einladung in Dein Refugium an der Elbe in Meißen. Es blieb nicht bei dem einen Mal. Einmal ließt Du mich nicht ohne drei Kisten Äpfel wieder weg. Oder hin und wieder das Bierchen nach dem Stadtrat, wenn wir nach der Sitzung noch ein bißchen in der Börse klönten. Das wird nun nie wieder so sein.
Einfach "a Mensch"
Die Juden haben einen ganz einfachen Terminus, wenn sie zum Ausdruck bringen wollen, welchen Charakter jemand hat. Mit den Worten, er war einfach "a Mensch" ist alles gesagt. Und Du warst so "a Mensch".
Du wirst mir fehlen.Mach´s gut, alter Freund.
Montag, 26. Mai 2014
Eindeutiger Gewinner dieser Wahl:
Kleine Kurzanalyse zur Coswiger Stadtratswahl
von Torsten Oelsner
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| Stimmen-König von Coswig: Dr. EckehardFranz |
Ecki Franz for President. So das Ergebnis der Coswiger Wahl zum Stadtrat der großen Kreisstadt. Eindeutiger Gewinner dieser Wahl ist ganz klar der 84-jährige Chef der Linksfraktion. In der Beliebtheit bei den Coswigern, und nichts anderes ist diese Personenwahl, hat er sogar das bisherige unangefochtene Stimmenschwergewicht Bernhard Kroemer hinter sich gelassen.
Der Blick zur CDU interessiert vor allem wegen der Personalie Sven Böttger, der von der SPD zu den Christdemokraten wechselte. Er kann sich auch als Gewinner der Wahl sehen. Hinter den erwartungsgemäß starken Kandidaten Eichler, Franke, Köhler und Damme belegt er Platz Fünf der CDU Liste. Damit dürfte der Verbleib als Aufsichtsratsvorsitzender der WBV gesichert sein, was ja der Zweck dieses Manövers gewesen ist. Jahrelanger Kontrahent und Mitbwerber um diesen Posten, Christian Buck von der Bürgerliste, kann da nicht annähernd mithalten.
Überraschend die Ergebnisse von zwei Frauen. Jaqueline Uhlmann, die bei der letzten Wahl noch für die SPD antrat und keinen Platz bekam, schaffte es diesmal mit dem DSU-Ticket in den Stadtrat.
Und auch bei der SPD hat der Weggang Böttgers keine Lücken gerissen. Sie sitzen wieder mit zwei Leuten im Rat. Corona Knibbe-Lüders hat es hier nach Frank Ulbricht auf den zweiten Platz geschafft.
An den großen Mehrheitsverhältnissen ändert sich nur eine Nuance. Die CDU bleibt die stärkste Fraktion. Aber wenn Bürgerliste mit den Grünen und diesmal zwei SPD-Abgeordneten eine Fraktion bilden und sich mit der Linskpartei oder den Liberalen und der DSU einig sind, können sie einseitige Beschlusslagen verhindern, bzw. eigene Themen auf die Tagesordnung bringen und durchsetzen.
_________________Der Text gibt die (autorisierte) Privatmeinung des Autors wieder. Anfragen, Glückwünsche, Wutausbrüche oder Blumengrüsse sind an ihn zu richten.
Sonntag, 25. August 2013
Plädoyer für das Liebenswerte
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| Prof. Heinz Werner 2012 |
Sonderausstellung von Prof. Heinz Werner in der Karrasburg vom 30.08. bis 17.11.2013
"Bilder sind geronnene Gedanken, die ich durch die Kraft der Farben zu Materie werden lasse. Dem Betrachter trage ich freundlich an, sie in seine Phantasie aufzunehmen." (Prof. Heinz Werner)
Der Künstler und Coswiger Ehrenbürger Prof. Heinz Werner feiert in diesem Jahr seinen 85. Geburtstag. Aus diesem Anlass ist ihm eine Ausstellung gewidmet, die die Vielseitigkeit seines Schaffens zeigt. Mit seinen Bildern hält er Augenblicke fest und erzählt zugleich auch Geschichten, die neugierig auf deren Fortsetzung machen – sowohl den Künstler selbst als auch den Betrachter. Vielleicht ist dies ein Grund, fast täglich Pinsel oder Stift in die Hand zu nehmen und Menschen, Tiere oder Landschaften auf unterschiedliche Materialien zu bannen.
So schuf er auch als langjähriger Künstler der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen weltbekannte Dekore wie „1001 Nacht“ oder „Blaue Orchidee“ auf Porzellan.
Seinen Werken entspringt eine Vitalität und Heiterkeit, deren man sich nicht entziehen kann. Wenn man dann das Glück hat, ihn selbst beim Fabulieren zu erleben, weiß man, dass er in seinem langen Künstlerleben stets bestrebt war und ist, die Menschen an seiner Freude beim Zeichnen, Malen und Skizzieren teilhaben zu lassen. Dafür ein herzliches Dankeschön.
Die Ausstellung wird am Freitag, 30.08.2013 um 19 Uhr eröffnet.
Öffnungszeiten Museum: Di, Do, Sa, So - 14 bis 18 Uhr
(Pressemitteilung der Kulturbetriebsgesellschaft Meißner Land mbH)
So schuf er auch als langjähriger Künstler der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen weltbekannte Dekore wie „1001 Nacht“ oder „Blaue Orchidee“ auf Porzellan.
Seinen Werken entspringt eine Vitalität und Heiterkeit, deren man sich nicht entziehen kann. Wenn man dann das Glück hat, ihn selbst beim Fabulieren zu erleben, weiß man, dass er in seinem langen Künstlerleben stets bestrebt war und ist, die Menschen an seiner Freude beim Zeichnen, Malen und Skizzieren teilhaben zu lassen. Dafür ein herzliches Dankeschön.
Die Ausstellung wird am Freitag, 30.08.2013 um 19 Uhr eröffnet.
Öffnungszeiten Museum: Di, Do, Sa, So - 14 bis 18 Uhr
(Pressemitteilung der Kulturbetriebsgesellschaft Meißner Land mbH)
Mittwoch, 30. Januar 2013
"Das hat's bei uns nicht gegeben!" - Antisemitismus in der DDR
Wanderausstellung der Amadeu-Antonio-Stiftung in Coswig
ein Bericht
von (c) Reinhard Heinrich
von (c) Reinhard Heinrich
Warum überhaupt hingehen?
Am vorigen Montag, direkt nach der Ehrung der Ofer des Nationalsozialismus (zum Bericht hier), wurde im Gemeindezentrum der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Coswig eine Ausstellung unter dem oben stehenden - durchaus provozierenden - Titel eröffnet.
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| Frau Schuster als "Moderatorin" der Veranstaltung |
Und erst einmal verstand ich jene, die sich weigerten, zu "so etwas" mit hinzugehen, denn es war ihnen schon klar, dass hier wieder einmal ihr "verlorenes Land" in die Pfanne gehauen wird.
Und man könnte mit dieser Ausstellung die DDR tatsächlich in die Pfanne hauen, wenn man einige Tafeln herausgriffe - und ein paar andere wegließe. Und das ist der Hauptunterschied zu so manchen Ausstellungen in der DDR, wo zwar Dialektik in Staatsbürgerkunde hoch gelobt und gelehrt wurde, die Aussage von (öffentlichen) Ausstellungen jedoch stets parteilich - und damit möglichst einseitig und damit undialektisch - zu sein hatte.
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| Zwei Bücher - ein "gutes" und ein "schlechtes" |
Man hatte mich gewarnt. Und die Wogen der Entrüstung brandeten hoch - allein wegen des Titels. Um so mehr trieb die Neugier mich hin. Ich informierte mich über die Amadeu-Antonio-Stiftung (anklicken!) - was für ein Glück, denn ich wurde bald danach gefragt.
Das Hingehen hat sich für mich gelohnt. Manches wusste ich, von einigen Erscheinungen wusste ich nicht, dass sie so offen und zahlreich auftraten. Und es war
nicht
nur staatliches Handeln, sondern oft auch der latente, "ererbte" und fast geräuschlose Antisemitismus, der sich in ganz normalen Familien am Abendbrottisch der Alten zeigte und den die Jungen mit auf ihre "Abenteuerspielplätze" nahmen - vom Sport bis zur Armee.
Was gibt es zu sehen?
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| "Der Staatssekretär für Kirchenfragen Klaus Gysi schreibt an E.H." (Durch Anklicken wird das Bild stark vergrössert.) |
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Die Ausstellung macht deutlich, dass der realsozialistische Staat "eigentlich nicht gegen die Juden" war - aber eben auch nicht so recht dafür. Aus den ausgestellten Dokumenten spricht eine grosse Unsicherheit der führenden Vertreter von Staat und Partei im Umgang mit einem geschundenen Volk, das sich trotz Vertreibung durch die Kolonialmacht Rom (wegen ständiger Rebellionen) und weltweite Zerstreuung seine Identität bewahrt hat, weil es sich immer weitgehend über seine Religion definiert hat. Auch wenn es spätestens seit der Aufklärung stets säkulare Juden gab - eine Sozialistische Einheitspartei Deutschlands konnte mit Religionen wenig anfangen und duldete diese "Aussenseiter" zwar, tat aber meistens so, als seien sie in der DDR gar nicht vorhanden. Damit erübrigten sich jegliche Bekenntnisse zur Wiedergutmachung, was auch den "antiimperialistischen Klassenstandpunkt" gegenüber Israel, dem "Flugzeugträger der USA" im Nahen Osten, enorm erleichterte.
Sonntag, 28. Oktober 2012
Von der Krönung zum Lobgesang
Elblandphilharmonie und zwei Kantoreien überzeugten im Konzert
von (c) Reinhard Heinrich
Anlässlich der Kirchenmusiktage Radebeul - Coswig - Weinböhla führten am 13. Oktober die Luther-Kantorei Radebeul und die Kantorei Coswig unter Leitung von KMD Gottfried Trepte, begleitet von Musikern der Elbland Philharmonie Sachsen und unterstützt von den Solisten Daniela Haase (Sopran) sowie Egbert Junghanns (Bariton) in der Peter-Pauls-Kirche Coswig drei recht unterschiedliche Werke mit grossem Erfolg auf: "Zadok the Priest" von Georg Friedrich Händel, ein "Te Deum" des polnischen Gegenwartskomponisten Józef Świder sowie ein weiteres Werk von Händel.
Eines war den über 100 Mitwirkenden schon mal gelungen, bevor noch der erste Ton erklang: Die Kirchenbänke waren gut gefüllt. Sowohl im Schiff als auch auf den Emporen waren nur noch wenige Plätze frei und am Vormittag war das Kontingent der Buchhandlung Tharandt bereits bis auf drei Plätze erschöpft, als meine Nachbarn nach Karten fragten. Ein voller Saal ist das beste Lob des Künstlers - nur anwesende Zuhörer kann man in den Bann der Musik ziehen - und es waren deren wohl genug.
Eröffnet wurde das Konzert mit Händels "Zadok the Priest", gesungen aus dem Chorraum. Das Fünf-Minuten-Stück wurde auch am 2. Juni 1953 zur Krönung der englischen Königin Elizabeth II. aufgeführt und gehört noch heute zur englischen Krönungsmusik. Nicht, dass die Coswiger unbedingt eine Krönungszeremonie haben wollen - schon der erste sächsische König verzichtete 1806 auf die Anschaffung einer Krone und somit auf jegliche Krönung - aber die Musik hat was. Und die Sänger und Musiker wissen das auch. Die feierliche Heiterkeit Händel ‘scher Barockmusik ist unübertroffen und will auch unübertrefflich interpretiert sein. Unsere Kantoreien und die Musiker gaben ihr Bestes.Dienstag, 1. Mai 2012
Die Leichtigkeit des Seins
Ausstellung des Malers und Grafikers Prof. Heinz Werner
vom 23. März bis 18. Juni 2012 im Gemeindezentrum der ev.-luth. Kirchgemeinde Coswig, Ravensburger Platz 6, 01640 Coswig
Montags, donnerstags und
freitags: 9-12 Uhr
dienstags: 14-18 Uhr
Foto-Impressionen von der Eröffnung:
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Die Foto-Impressionen werden nur sichtbar, wenn man
unten "hier weiterlesen" angeklickt hat.
Zum Start bitte auf das Dreieck klicken!
Der regenbogenfarbene Kreis in der rechten unteren Ecke führt
direkt zum Album (ohne ständigen Bildwechsel).
Laudatio von Prof. Siegfried Grunert zur Eröffnung:
Einführung in die Ausstellung „Die Leichtigkeit des Seins“ von Herrn PROFESSOR HEINZ WERNER
Arbeiten auf Papier und Leinwand
Leisten sie sich ein wundervolles Erlebnis, besuchen sie die Ausstellung „Die Leichtigkeit des Seins“ von Herrn Professor Heinz Werner. - Wenn ich an „Meißner Porzellan“ denke, denke ich an „Tausend und eine Nacht“; nicht die Schwerter, sondern dieses herrliche Dekor hat sich in meiner Erinnerung eingebrannt. Jedes Gefäß, ja, jede einzelne Tasse, hat ihr eigenes Motiv. Allein mit diesem wohl tausendteiligen Service hat Professor Heinz Werner ein einzigartiges Kunstwerk geschaffen (1973/74). Aber da gibt es ja noch viele andere Arbeiten auf Porzellan. Ich denke an die Dekore „Münchhausen“ (1964), „Purpurrose“ (1964/65), „Blütenreigen“ (1973), „Jagd“ (1973), „Blaue Orchidee“ (1977) ... . Eine Aufzählung würde Seiten füllen. Bewundern Sie diese, seine Arbeiten, in den Schauhallen der Porzellanmanufaktur.
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